Finanzfusion Japanische Banken planen Mega-Merger
Tokio - Wie aus Finanzkreisen am Donnerstag verlautete, hat es bislang keine detaillierten Gespräche zwischen Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) und Daiwa gegeben. Die Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai" berichtete jedoch, der Plan sei schon mit den Finanzbehörden des Landes erörtert worden.
Ein Zusammenschluss könnte frühestens im kommenden Monat vereinbart werden, berichtete die Zeitung weiter. Zusammen würden die beiden Institute über eine Bilanzsumme von mehr als einer Billion Dollar verfügen.
Daiwa hat einen Marktwert von rund 8,85 Milliarden Dollar. Aus Daiwa-Kreisen verlautete, das Brokerhaus werde sich gegenüber einem Übernahmeangebot offen zeigen. Bislang liege jedoch noch keine konkrete Offerte vor. SMFG-Präsident Yoshifumi Nishikawa erklärte, es sei bislang keine Vereinbarung über eine Übernahme getroffen worden. Er betonte jedoch, die beiden Institute, die bereits ein Joint Venture betreiben, sollten ihre Kooperation ausbauen.
Im vergangenen August hatte sich die japanische Großbank Mitsubishi Tokyo Financial Group mit der angeschlagenen japanischen Bank UFJ auf eine Übernahme verständigt. Zusammen hätten die beiden Banken Vermögenswerte von 1,85 Billionen Dollar und würden die weltgrößte Bank bilden. SMFG hat ebenfalls ein Angebot für UFJ unterbreitet.