Finanzkrise Achterbahnfahrt an den Börsen geht weiter
Frankfurt am Main/New York - Auch der Dax hatte heute Nachmittag nach Verlusten am Vormittag ins Plus gedreht und zuletzt 0,28 Prozent auf 7.446 Zähler gewonnen. Der Börsenindex hatte im Tagesverlauf zwischen seinem Tageshoch- und -tief um über 120 Punkte geschwankt. "Zum Start gab es noch mal einen Ausverkauf ähnlich wie am Vorabend. Nun geht den Verkäufern ein bisschen die Puste aus - fundamental gibt es nichts Neues", sagte ein Börsianer.
"Der Dax macht einfach die Bewegung der US-Börsen mit", sagte auch ein Händler. Insgesamt sei die Richtung derzeit schwer vorher zu sagen. "Eine plötzliche Fortsetzung der Korrektur ist genauso möglich wie ein abruptes Anziehen der Kurse", so sein Fazit. Zum Handelsbeginn ist der Dow Jones an der Wall Street unter die 13.000-Punkte-Marke gefallen. Damit hat das weltweit wichtigste Börsenbarometer diese Schwelle erstmals seit Mai wieder unterschritten. Später legte der Dow Jones aber wieder kräftig zu und zog auch den deutschen Aktienmarkt mit nach oben.
Für Beruhigung sorgte die Ankündigung der US-Notenbank, bei Bedarf weiteres Geld in die Finanzmärkte zu pumpen, um die Geschäftsbanken mit frischem Kapital zu versorgen. Seit Wochen sind die internationalen Aktienmärkte wegen der US-Immobilienkrise unter Druck. Mehrere Notenbanken, allen voran die Europäische Zentralbank, haben in den vergangenen Tagen Milliardenbeträge in das Finanzsystem gepumpt, um den Kapitalmarkt zu stabilisieren.
sam/AP/dpa-AFX