Finanzkrise: Glos will der deutschen Exportwirtschaft helfen - DER SPIEGEL
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Finanzkrise Glos will der deutschen Exportwirtschaft helfen

Bundeswirtschaftsminister Glos greift den deutschen Exporteuren unter die Arme: Die Bundesregierung will ihnen künftig mit deutlich höheren Hermesbürgschaften zur Seite stehen. Wirtschaftsverbände loben die Hilfe.
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Berlin - Zukünftig werde die Bundesregierung die Exportwirtschaft "gerade auch in dieser schwierigen Zeit mit Hermesdeckungen und Investitionsgarantien konstruktiv begleiten", zitiert das "Handelsblatt" aus einem Papier des Ministeriums von Michael Glos (CSU). Die Finanzkrise mache es zunehmend schwierig, bei privaten Exportversicherungen und bei Banken ausreichende Absicherungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zu bekommen.

Maschinenbauer (im Siemens-Werk in Görlitz): Vorausschauende Politik

Maschinenbauer (im Siemens-Werk in Görlitz): Vorausschauende Politik

Foto: AP

Der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) hatte am Freitag vor einer Delle im Außenhandel in den kommenden Monaten gewarnt. Noch sei nicht abzusehen, wie sich die Finanzkrise "in allen Konsequenzen auswirken werde". Hermesbürgschaften des Bundes würden immer wichtiger, um Finanzierungen zu gewährleisten, zitierte das "Handelsblatt" den BGA.

Auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) begrüßte eine verstärkte Exporthilfe. Die Mitgliedsunternehmen müssten ihren Kunden derzeit zu einem Auftrag immer häufiger auch gleich ein Finanzierungskonzept vorlegen, sagte Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse der Zeitung. Das dürfte angesichts der Finanzkrise in Zukunft schwieriger werden. Es sei ein Zeichen vorausschauender Politik, wenn die Bundesregierung ihre Anstrengungen bei der Absicherung von Exportfinanzierungen intensiviere.

Im Bundeshaushalt steht dem Bericht zufolge ein Ermächtigungsrahmen von 117 Milliarden Euro für eine Ausweitung der Instrumente der Exportfinanzierung zur Verfügung. Dieser Rahmen sei derzeit "bei weitem nicht ausgeschöpft", heißt es dem Bericht zufolge in dem Papier des Wirtschaftsministeriums.

kaz/AFP