Finanzkrise: US-Notenbank springt noch mal mit 17 Milliarden ein - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Finanzkrise US-Notenbank springt noch mal mit 17 Milliarden ein

Die Höhe der Geldspritzen wird geringer, aber notwendig bleiben sie doch: Auch heute hat die amerikanische Notenbank dem Geldmarkt noch einmal 17 Milliarden Dollar zugeteilt - denn noch immer fehlt den Märkten die notwendige Liquidität.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Die erste Geldspritze hatte ein Volumen von fünf Milliarden Dollar, die zweite den Umfang von zwölf Milliarden Dollar. Das teilte die New Yorker Federal Reserve Bank heute in Washington mit. Die größte und wichtigste der zwölf regionalen Federal Reserve Banken führt die Offenmarkt-Operationen für die US-Notenbank (Fed) durch.

Damit hat die Fed innerhalb einer Woche den Geldmärkten insgesamt 57 Milliarden Dollar kurzfristige Liquidität zur Verfügung gestellt. Am Geldmarkt zögern die Banken derzeit, sich gegenseitig Geld zu leihen, weil unklar ist, welche Bank von den Zahlungsausfällen im US-Hypothekenmarkt betroffen ist. Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, haben deshalb die Notenbanken weltweit eingegriffen.

Auch die japanische Notenbank hatte dem Geldmarkt heute Morgen Liquidität zugeführt, insgesamt 400 Milliarden Yen (etwa 2,57 Milliarden Euro). Gestern und vorgestern waren noch infolge wieder gesunkener Kurzfristzinsen insgesamt 3,6 Billionen Yen entzogen worden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuletzt vorgestern am Geldmarkt interveniert. Seit vergangenem Donnerstag hatte die EZB über 210 Milliarden Euro zugeteilt, wobei der Umfang der Zuteilung stetig abnahm.

sam/dpa-AFX/dpa