Finanzmärkte: Zinswarnung Greenspans verpuffte - DER SPIEGEL
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Finanzmärkte Zinswarnung Greenspans verpuffte

So deutlich äußert sich Alan Greenspan nur selten. Der US-Notenbankchef hat vor dem Kongress weitere Zinserhöhungen in Betracht gezogen. Die Börsen zeigten sich davon dennoch relativ unbeeindruckt.
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Washington - Es gebe nur geringe Anzeichen für eine Verlangsamung des Wirtschaftsaufschwungs in den USA und es könne daher nötig werden, eine Überhitzung zu vermeiden, sagte Greenspan in seinem halbjährlichen Bericht zur Wirtschaftslage. Die Auswirkungen der vier Zinsanhebungen seit Juni vergangenen Jahres seien unter anderem von wachsenden Umsatzerwartungen mehr als aufgefangen worden. Die Zentralbank müsse wachsam nach Anzeichen ausschauen, "dass die Zinsen bisher nicht genügend gestiegen sind, um die wachsende Nachfrage mit dem möglichen Angebot in Einklang zu bringen", so Greenspan.

Die New Yorker Börsen reagierten auf die Aussagen zunächst zwiespältig. Während der Dow-Jones-Index führender Industriewerte bis zum späten Nachmittag um fast 60 Punkte sank, stieg der Nasdaq-Index mit Spitzenwerten der High-Tech- Industrie um mehr als 52 Punkte. Der Dax in Frankfurt litt nur kurzfristig unter der Aussage. Anschließend setzte sich der Aufwärtstrend fort.