Findet-Nemo-Boom Pixar verdreifacht Gewinn
San Francisco - "Findet Nemo" ist mit Kino-Umsätzen von bisher 850 Millionen Dollar schon der erfolgreichste Trickfilm aller Zeiten. In Deutschland hat der Film um die Clownfische Nemo und Marlin außerdem das beste Startergebnis einer Animations-DVD erzielt. Im laufenden Jahr erwartet Pixar, 40 Millionen Kopien des Kinoerfolges auf DVD zu verkaufen.
Im ersten Quartal legte der Nettogewinn des von Apple-Gründer Steve Jobs geführten Unternehmens auf 26,7 Millionen Dollar oder 46 Cents pro Aktie nach 15 Cents im ersten Quartal des Vorjahres zu. Die Zahlen lagen damit deutlich über den Erwartungen. Analysten hatten nur mit einem Gewinn von bis zu 39 Cents je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg in dem Zeitraum von 18,7 auf 53,8 Millionen Dollar.
Trotz des anhaltenden Erfolges ist die Freude bei den Pixar-Managern nicht ungetrübt. Bislang hat das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner Disney fünf Filme in die Kinos gebracht. Neben "Findet Nemo" zählen hierzu die Filme "Toy Story", "Toy Story 2", "Das große Krabbeln" und "Die Monster AG". Kosten und Gewinne teilen sich die Partner je zur Hälfte. Zudem muss Pixar eine Vertriebsgebühr an Disney zahlen.
Jobs ist davon wenig begeistert: "Die Wahrheit ist, dass es mit Disney in den vergangenen drei Jahren wenig Zusammenarbeit im kreativen Bereich gegeben hat". Die Zusammenarbeit mit Disney wird daher voraussichtlich nicht fortgesetzt. Ende Januar hat der Zeichentrickproduzent seine Kooperation mit den Disney-Studios aufgekündigt, nachdem es zu keiner Einigkeit über die zukünftige Aufteilung der Gewinne gekommen war. Pixar hat sich bereits auf die Suche nach einem neuen Partner gemacht.