Firmen-Software: Siebel verliert Microsoft als Großkunden - DER SPIEGEL
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Firmen-Software Siebel verliert Microsoft als Großkunden

Der SAP-Konkurrent Siebel Systems hat es derzeit nicht leicht: Erst kürzlich warnte das US-Softwareunternehmen, die Lizenzumsätze würden schwächer als erwartet ausfallen. Nun verliert es auch noch einen seiner wichtigsten Kunden: Microsoft.
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Hamburg - Microsoft   wolle seine Kundenkontaktdaten ab Anfang 2006 mit einem eigenen Produkt verwalten, bestätigte ein Sprecher des Konzerns laut "Financial Times Deutschland". Microsoft hatte diese neue Version seiner eigenen Customer-Relationship- Management-Software "CRM 3.0" kürzlich auf einer Partnerkonferenz in Minneapolis vorgestellt.

Siebel verliert damit einen weiteren bedeutenden Kunden. Die Marktanteile des Unternehmens bröckeln bereits seit einiger Zeit, während Komplettanbieter wie SAP   und Oracle   zulegen können. Siebel   hat sich auf die Herstellung von Programmen zur Kundenverwaltung spezialisiert.

"Arbeitsblockade" bei der Umstellung?

Laut "FTD" war man bei Microsoft schon länger unzufrieden mit der Siebel-Software. Konzernchef Steve Ballmer habe in Minneapolis öffentlich erklärt, er wisse bis heute nicht, wie er seine Siebel-Software benutzen könne. Aus dem Konzern hieß es laut "FTD" außerdem, eine Aktualisierung der Siebel-Programme im November 2004 habe eine mehrwöchige "Arbeitsblockade" bei Microsoft zur Folge gehabt.

Erst vor wenigen Tagen musste Siebel eine Umsatzwarnung für das zweite Quartal dieses Jahres herausgeben. Vor allem die schwachen Lizenzumsätze machen dem Unternehmen zu schaffen. Auch im ersten Quartal konnte Siebel die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen.