Firmeninsolvenzen: 1999 ebbte die Pleitewelle ab - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Firmeninsolvenzen 1999 ebbte die Pleitewelle ab

Die deutsche Wirtschaft erholt sich zusehends. Zum ersten Mal seit sieben Jahren ist die Zahl der Firmenpleiten 1999 zurückgegangen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Düsseldorf - Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 33.500 Unternehmen bankrott, teilte die Neusser Wirtschaftsauskunftei Creditreform mit. Das sind 1,4 Prozent weniger als 1998. Zwischen Ost und West klafft aber nach wie vor eine Lücke. Während in den alten Ländern die Zahl der Insolvenzen um 2,6 Prozent zurückging, stieg sie im Osten sogar leicht an: plus 1,6 Prozent. Daran werde sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern, sagte der Hauptgeschäftsführer der Creditreform, Helmut Rödl.

Vor allem die Baubranche sei für Pleiten besonders anfällig. Jeder vierte Betrieb, der nicht mehr zahlungsfähig war, sei im Bau tätig gewesen, gab Rödl an.

Großbetriebe haben nach Angaben der Creditreform weitaus bessere Chancen zu überleben als Mittelständler. "Große Unternehmen werden nicht geschlossen, sondern aufgekauft", so Rödl.