Firmenübernahmen: "Anschleichen" mit Optionen soll meldepflichtig werden - DER SPIEGEL
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Firmenübernahmen "Anschleichen" mit Optionen soll meldepflichtig werden

Schaeffler hat es bei Continental gemacht, Porsche bei VW: Das unbemerkte Aufkaufen von Firmenanteilen über Optionsgeschäfte soll einem Zeitungsbericht zufolge unterbunden werden. Die heimlichen Transaktionen sollen in Zukunft einer gesetzlichen Meldepflicht unterliegen.
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Berlin - Es ist wie ein Überfall von hinten - und der soll künftig nicht mehr möglich sein: Das unbemerkte "Anschleichen" von Übernahmeinteressenten an ein Unternehmen über Dritte mit Hilfe von Optionsgeschäften soll schon bald gesetzlich unterbunden werden. Unter Berufung auf Finanzpolitiker der Koalition berichtet die "Financial Times Deutschland" am Montag, diese Optionsgeschäfte könnten bis zum Frühjahr einer gesetzlichen Meldepflicht unterworfen werden.

Das Gesetz könnte im Februar oder März beschlossen werden und im April in Kraft treten. Die Zeitung zitiert das Bundesfinanzministerium: "Wir führen Gespräche zu dem Thema." Diese sollten inhaltlich noch dieses Jahr abgeschlossen werden.

Das "Anschleichen" von Übernahmeinteressenten war in den letzten Monaten angesichts mehrerer spektakulärer Fälle in die Diskussion gekommen. Es ging um den Fall Porsche  /Volkswagen  , aber auch die Übernahme von Continental   durch Schaeffler und den Komplex AWD  /MLP   sorgte für Kritik. Zunächst hatte das Finanzministerium auf den Ruf nach gesetzlichen Schritten gegen diese Praxis, der auch von den Finanzchefs einiger Dax  -Konzerne kam, zurückhaltend reagiert und vor Schnellschüssen gewarnt.

sam/Reuters