"Flächenbrand": Börsenpanik wegen Nahostkrise - DER SPIEGEL
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"Flächenbrand" Börsenpanik wegen Nahostkrise

Der Dow Jones hat einen dramatischen Einbruch erlitten und löste damit eine weltweite Panikwelle aus. Auch der deutsche Markt blieb nicht verschont.
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New York - Der Dow-Jones-Index verlor bis Handelsschluss 379 Punkte oder 3,6 Prozent. Zuletzt notierte er nur noch 34 Punkte über der 10.000-Punkte-Marke. Bei einem rasanten Minus von 220 Punkten zu Handelsbeginn waren bereits Handelsbeschränkungen entsprechend der "Uptick-Rule" ausgelöst worden. Damit blieb der Handel mit den im S&P-500-Index enthaltenen Aktien so lange unterbunden, bis der Verlust auf die Hälfte des Schwellenwertes, also 110 Punkte, eingegrenzt ist.

Händler sprachen von einer Reaktion auf die wieder aufgeflammte Gewalt im Nahen Osten. Insbesondere die Angst um die Ölversorgung lasse die Kurse fallen. Der Ölpreis stieg binnen Stunden um drei Dollar und näherte sich dem Zehnjahreshoch von 37,80 Dollar.

Auch der Dax brach nach der Eröffnung der Wall Street ein, ebenso wie die Indizes am Neuen Markt. Händler sprachen von einem Flächenbrand. "Die Folge dürfte sehr wahrscheinlich eine weltweite Panik sein", hieß es. Die Börsianer sind besorgt, dass die Situation im Nahen Osten außer Kontrolle gerät. "Inzwischen fliegen dort nicht mehr Steine, sondern Raketen", sagte ein Händler der Hamburger Sparkasse.

Die schlechten Nachrichten verstärkten die Abwärtsspirale, sagte Hendrik Garz von der WestLB. Die ohnehin nervösen Märkte reagierten jetzt besonders heftig und neigten zu Übertreibungen. Zuvor hatte die Deutsche Bank bereits von einem "stabilen Abwärtstrend" gesprochen. Nun hänge alles von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab, hieß es weiter. Die Aussichten seien düster.