FlowTex-Affäre: Behörden waren seit 1997 gewarnt - DER SPIEGEL
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FlowTex-Affäre Behörden waren seit 1997 gewarnt

Im größten Fall von Wirtschaftskriminalität in der deutschen Nachkriegszeit wussten Finanz- und Justizbehörden offenbar mehr als bisher bekannt war.
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Stuttgart - So sollen die Behörden bereits 1997 von millionenschweren Bargeldtransfers der ehemals im baden-württembergischen Ettlingen ansässigen Firma FlowTex nach Liechtenstein gewusst haben. Dies berichtet die "Stuttgarter Zeitung". Nach Recherchen der Zeitung hatten damals sowohl Finanzamtsprüfer als auch die Staatsanwaltschaft Mannheim darüber hinaus Kenntnis von internen FlowTex-Firmenverflechtungen, deren Existenz die verhafteten Firmenchefs Manfred Schmider und Klaus Kleiser den heute geschädigten Banken und Leasinggesellschaften bewusst vorenthielten.

Die Behörden hätten damals gewusst, dass ein Treuhandverhältnis mit dem heute im Zentrum der Betrugsermittlungen stehenden Schlüsselunternehmen KSK GmbH "im Außenverhältnis nicht bekannt werden" sollte, berichtet das Blatt.

Im FlowTex-Betrug wurden Banken und Leasinggesellschaften durch Luftgeschäfte mit nicht existenten Bohrgeräten um rund 3,5 Milliarden DM geschädigt. Mitte September soll gegen die Hauptbeschuldigten Manfred Schmider und Klaus Kleiser vor dem Landgericht Mannheim der Prozess beginnen.