FlowTex-Gutachten: Hauptangeklagter größenwahnsinnig - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

FlowTex-Gutachten Hauptangeklagter größenwahnsinnig

Im milliardenschweren FlowTex-Skandal wird überprüft, ob der Hauptangeklagte Manfred Schmider in einem psychiatrisches Krankenhaus untergebracht werden muss. Ein Gutachten bescheinigt ihm Größenwahn.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mannheim/Stuttgart - Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, will das Mannheimer Landgericht die Einweisung noch vor Prozessbeginn klären lassen. Das umfangreiche Gutachten soll auch der Frage nachgehen, ob bei Schmider im Falle einer Verurteilung eine Sicherungsverwahrung angeordnet werden muss. Dann käme er nach Verbüßung seiner Strafe nicht automatisch frei.

In einem ersten Gutachten, das von der Mannheimer Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben wurde, war Schmider bescheinigt worden, dass er teilweise größenwahnsinnig sei. Eine verminderte Schuldfähigkeit sei daher nicht auszuschließen. Der Prozess im bislang größten deutschen Fall von Wirtschaftskriminalität beginnt am 25. September. Die Staatsanwaltschaft wirft den früheren Chefs der Ettlinger Firma FlowTex, Manfred Schmider und Klaus Kleiser, vor, durch Luftgeschäfte mit Bohrsystemen einen Schaden von insgesamt rund vier Milliarden Mark verursacht zu haben.