Fluggesellschaft: Air Berlin rutscht tief ins Minus - DER SPIEGEL
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Fluggesellschaft Air Berlin rutscht tief ins Minus

Teurer Treibstoff, hohe Steuern, die Finanzkrise - Air Berlin ist im Jahr 2008 tiefer in die roten Zahlen gerutscht und macht diese drei Faktoren dafür verantwortlich. Für die Zukunft wagt die Fluggesellschaft keine Prognose.
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London - Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin stellte am Montag in London ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2008 vor. Demnach sank das Nachsteuerergebnis von minus 39,9 Millionen im Vorjahr auf minus 75,0 Millionen Euro. Zur Begründung verwies das Unternehmen auf einen hohen Steueraufwand, außerdem auf hohe Treibstoffpreise und auf die Verwerfungen an den Finanzmärkten.

Der Umsatz habe dagegen von 3,2 Milliarden auf 3,4 Milliarden Euro zugenommen. Trotz der schwierigen Bedingungen für die Luftfahrt sei ein operatives Ergebnis (Ebit) von 14,2 Millionen Euro erzielt worden. Eine Vergleichzahl wurde nicht angegeben.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Leasingkosten (Ebitda) verbesserte sich den Angaben zufolge trotz hoher Zusatzbelastungen aufgrund der stark angestiegenen Aufwendungen für Treibstoff von 427,4 Millionen auf 476,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern habe sich im vergangenen Geschäftsjahr mit minus 57,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (minus 59,4 Millionen. Euro) nur leicht verbessert.

Für das laufende Geschäftsjahr wagte Air Berlin   keine konkrete Prognose. "Die aktuelle Weltrezession lässt seriöse Prognosen hinsichtlich Umfang und Ertragsentwicklung für das laufende Geschäftsjahr nur in deutlich eingeschränktem Umfang zu", heißt es im Geschäftsbericht. Bei den Passagierzahlen geht Air Berlin 2009 von einem prozentual einstelligen Passagierrückgang im Vergleich um Vorjahr aus.

kaz/ddp/Reuters

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