Fluggesellschaften Wenige Änderungen im Flugplan
Frankfurt am Main - Eine Sprecherin der Lufthansa sagte auf Anfrage, die beiden Flugzeuge würden nach den ursprünglichen Plänen gegen 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf den New Yorker Flughäfen JFK und Newark landen. Die New Yorker Flughäfen wurden nach kurzzeitiger Vollsperrung wieder für Landungen geöffnet.
Nach eigenen Angaben plant die Lufthansa derzeit keine Flugplanänderungen in die USA. Eine Maschine von Frankfurt nach New York, deren Start für 16.50 vorgesehen war, startete mit 40-minütiger Verspätung.
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) stellte derweil für den Luftverkehr über Deutschland nach eigenen Angaben keine Unregelmäßigkeiten fest. Es seien keine außergewöhnlichen Bewegungen beobachtet worden, sagte eine DFS-Sprecherin auf Anfrage. Auch am Frankfurter Flughafen war die Lage nach Worten eines Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport normal.
Auch die anderen europäischen Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber haben bislang mehrheitlich abwartend reagiert. Bei British Airways ist die Prüfung möglicher Auswirkungen auf den Flugplan noch nicht abgeschlossen. Momentan sei es noch zu früh, sich zu möglichen Auswirkungen des Absturzes auf den Flugbetrieb der BA zu äußern, sagte ein Sprecher. Von Seiten des britischen Flughafenbetreibers BAA hieß es, dass zunächst weitere Details über den Flugzeugabsturz in New York abgewartet werden müssten, bevor konkrete Maßnahmen erwogen werden könnten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt seien jedenfalls noch keine konkreten Maßnahmen geplant. Man werde die Entwicklung jedoch genau im Auge behalten.
Infolge der Ereignisse sei jedoch mit deutlichen Behinderungen bei den Transatlantikflügen vom Flughafen Heathrow aus zu rechnen, erklärte ein BAA-Sprecher. Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM erklärte, noch keine konkrete Schritte anlässlich des Flugzeugabsturzes in den USA eingeleitet zu haben. Es sei noch zu früh, um über die Hintergründe des Absturzes der American-Airlines-Maschine oder entsprechende Reaktionen von KLM zu spekulieren, sagte ein Sprecher der niederländischen Fluggesellschaft. Ein geplanter Flug zum New Yorker John F. Kennedy Airport sei jedoch vorübergehend ausgesetzt worden.
Ein Sprecher des Amsterdamer Flughafens Schiphol teilte mit, dass der Flughafen zurzeit prüfe, wie mit den Maschinen verfahren werden solle, die den Amsterdamer Flughafen von New York aus ansteuerten. Noch könne jedoch keine Auskunft darüber gegeben werden, ob die Maschinen möglicherweise umgeleitet würden. Am Pariser Flughafen werde der Betrieb normal weitergeführt, hieß es. Man habe nach den Anschlägen vom 11. September schon eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Man befände sich in ständiger Alarmbereitschaft, doch der Flughafen könne nicht jedes Mal geschlossen werden, wenn ein Flugzeug abstürzt, sagte eine Sprecherin des französischen Flughafenbetreibers Aeroports de Paris. Zudem müssten erst weitere Informationen über das Unglück abgewartet werden.
Die Air France teilte zwischenzeitlich mit, einen geplanten Flug nach New York verschoben zu haben. Ein anderer Flug sei nach Philadelphia umgeleitet worden. Unterdessen bestätigte ein Sprecher des Luft- und Raumfahrt-Konzerns EADS, dass es sich bei der verunglückten Maschine um ein Flugzeug von Airbus handelt. American Airlines erklärte unterdessen, nicht über die Gründe des Absturzes spekulieren zu wollen. Nach der vorläufigen Passagierliste seien 246 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder an Bord gewesen.