Flughäfen Angst vor dem Monopol
Köln - Nach Angaben von "Capital" steht Hochtief im Zentrum der Kritik. Der Baukonzern ist an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg und Athen beteiligt und wird auch in Berlin einsteigen. Die Fluggesellschaften befürchten dem Bericht zufolge, dass die neuen privaten Betreiber die Landegebühren erhöhen und damit die Ticketpreise in die Höhe treiben.
"Wir sehen die Gefahr eines Hochtief-Monopols", zitiert das Magazin Christoph Klingenberg, Vorstandsbeauftragter Infrastruktur der Lufthansa. Der Flughafen Düsseldorf soll nach dem Einstieg von Hochtief bereits die Gebühren erhöht haben. Zwölf Fluggesellschaften, darunter Lufthansa und Hapag-Lloyd, weigerten sich zu zahlen. Lufthansa und der Flughafen Düsseldorf träfen sich in dieser Sache am 12. September vor dem Düsseldorfer Landgericht.
Ein Sprecher der Lufthansa sagte dagegen, dass man nicht grundsätzlich gegen eine Privatisierung sei. Sie dürfe aber nicht dazu führen, dass die Betreiber anschließend an der Gebührenschraube drehten "und Airlines und Passagiere zum Melkesel werden". So sei in Düsseldorf ein völlig überdimensioniertes Terminal gebaut worden. Anschließend werde den Fluggesellschaften von den Betreibern die Rechnung präsentiert, so die Kritik des Sprechers.