Flughafen Frankfurt: Flugbegleiter der Lufthansa im Warnstreik - DER SPIEGEL
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Flughafen Frankfurt Flugbegleiter der Lufthansa im Warnstreik

Arbeitskampf auf Deutschlands größtem Airport: Die Flugbegleiter der Lufthansa haben auf dem Frankfurter Flughafen einen dreistündigen Warnstreik abgehalten, um ihren Lohnforderungen Nachdruck zu verleihen.
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Frankfurt am Main - Arbeitskampf bei der Lufthansa: Auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt ist das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline am Freitagmorgen in einen dreistündigen Warnstreik getreten. Zu dem Ausstand hat die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) aufgerufen, der von 6.15 bis 9.15 Uhr dauerte. Die Gewerkschaft will so ihrer Forderung nach Tariferhöhungen und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck verleihen.

Lufthansa-Maschinen: Warnstreik sorgt für Flugausfälle

Lufthansa-Maschinen: Warnstreik sorgt für Flugausfälle

Foto: AP

"Wir wollen so einen Nadelstich setzen", sagte der Leiter Tarifpolitik bei der Unabhängigen Flugbegleiterorganisation (Ufo), Joachim Müller, am Morgen unmittelbar nach Beginn des Warnstreiks. Die Stimmung unter den Flugbegleitern sei gut.

Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow bestätigte, dass der Streik begonnen habe. "Die Auswirkungen halten sich in Grenzen", sagte er. Wegen des Streiks seien bislang vier Verbindungen ausgefallen. Auf seiner Homepage warnte das Unternehmen die Fluggäste vor möglichen Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb.

Reisende auf dem Frankfurter Rhein-Main-Flughafen sahen auf dem Flugplan mindestens 14 Flüge mit dem Vermerk "annulliert". Betroffen waren unter anderem Flüge nach Lyon, London, Budapest und Amsterdam sowie Inlandsflüge nach Hamburg, Leipzig, Dresden und Berlin. Nach Angaben der Gewerkschaft sind insgesamt 80 Flüge innerhalb von Deutschland sowie ins Ausland von dem Streik betroffen.

Forderung nach 15 Prozent mehr Lohn

Die Ufo fordert für seine Mitarbeiter Gehaltserhöhungen im Gesamtvolumen von 15 Prozent. Die Lufthansa hat bislang 6,1 Prozent für zwölf Monate sowie eine Ergebnisbeteiligung für 2009 bis drei Prozent angeboten. Die Tarifverhandlungen von Lufthansa und Ufo waren am vergangenen Freitag ergebnislos abgebrochen worden.

In Kelsterbach hat die Flugbegleiter-Gewerkschaft ein Streiklokal eingerichtet, wo es während des Ausstands einen Vortrag der Tarifkommission geben sollte. Das Kabinenpersonal sollte dann wieder mit Bussen zum Flughafen gebracht werden, damit sie pünktlich um 9.15 Uhr die Arbeit wiederaufnehmen.

Für die Ufo, bei der nach eigenen Angaben mehr als 70 Prozent der rund 16.000 Lufthansa-Flugbegleiter organisiert sind, ist es der erste Streik ihrer Geschichte. Lufthansa-Sprecher Jachnow sagte, der Konzern habe die Streikankündigung "mit Unverständnis zur Kenntnis genommen".

phw/jdl/ssu/AP/dpa

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