Flugzeugbau: Chinesen hoffen auf eigenes Airbus-Werk - DER SPIEGEL
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Flugzeugbau Chinesen hoffen auf eigenes Airbus-Werk

Airbus will laut Berichten der dortigen staatlichen Nachrichtenagentur eine Fabrik in China bauen. Der europäische Flugzeugbauer hat allen Grund, um die Gunst der Chinesen zu buhlen - Konkurrent Boeing schlägt sich auf dem Milliardenmarkt eindrucksvoll gut.
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Peking - Die staatliche Agentur Xinhua meldete heute, Airbus wolle den 20. Jahrestag seines ersten Schritts auf dem chinesischen Markt mit der Errichtung einer Produktionsstätte dort feiern. Bei Airbus war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu diesem Bericht erreichbar.

Fest steht: Der Markt China wird für Airbus immer wichtiger. In diesem Jahr hat das Unternehmen bereits Aufträge für 59 Flugzeuge von fünf chinesischen Fluggesellschaften erhalten - ein Fünftel seines gesamten Auftragsvolumens. Bereits jetzt sei die Hälfte aller weltweit in Betrieb befindlichen 3700 Airbus-Maschinen mit Teilen bestückt, die in China hergestellt worden seien, meldet Xinhua.

Auch US-Konkurrent Boeing hofft auch das Wachstum des chinesischen Flugmarktes. In der vergangenen Woche hatten bereits vier chinesische Airlines den Kauf von insgesamt 42 Boeing-Maschinen vom Typ 787 "Dreamliner" bestätigt. Das Geschäft hat nach Listenpreis ein Volumen von fünf Milliarden Dollar.

Marktanteile: Boeing liegt vorne

Boeing verhandelt nach eigenen Angaben mit zwei weiteren chinesischen Gesellschaften über Aufträge. Der Konzern wollte aber keine Angaben dazu machen, um wie viele Flugzeuge es sich dabei handelt.

Mit einem Marktanteil von 60 Prozent in China hat Boeing derzeit gegenüber Airbus die Nase vorn. Die Volksrepublik ist für die Hersteller ein Schlüsselmarkt. Das Land wird sich nach Ansicht von Experten schon bald zum zweitgrößten Markt der Welt hinter den USA entwickeln.

Die Zahl der chinesischen Passagiere ist im vergangenen Jahr auf 122 Millionen gewachsen, ein Sprung von rund 16 Prozent. Damit wächst der chinesische Markt zweimal schneller als der Weltmarkt. Airbus rechnet in den kommenden zwei Jahrzehnten mit 1600 möglichen Verkäufen, Boeing sogar mit rund 2000.