Flugzeugfachmann fordert: "A350 auf grüner Wiese bauen" - DER SPIEGEL
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Flugzeugfachmann fordert "A350 auf grüner Wiese bauen"

Die Debatte um den Airbus-Konzern ist um eine Facette reicher. Der renommierte Flugzeugkonstrukteur Udo Dräger hat vorgeschlagen, das Langstreckenflugzeug A350 "auf der grünen Wiese" zu bauen. Das wäre wenigstens ein "konsequenter Schritt".
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Hamburg - "Es gibt kein bestehendes Airbus- oder EADS-Werk, das darauf spezialisiert wäre, so große Rumpfbauteile oder das Cockpit aus Verbundwerkstoffen herzustellen", sagte der Flugzeugkonstrukteur Dräger dem Luftfahrt-Magazin "Aero International". Er plädierte deshalb dafür, den geplanten Airbus A350XWB in einem radikalen Schnitt in einem eigens errichteten neuen Werk zu bauen. "Ein Fertigungsprojekt auf der grünen Wiese wäre ein konsequenter Schritt."

Dräger war früher Programmleiter beim ersten bundesdeutschen Düsenverkehrsflugzeug VFW 614. Außerdem war er verantwortlicher Konstrukteur des Airbus-Transporters Beluga. Bisher ist zwischen Frankreich und Deutschland umstritten, in welchem der vorhandenen Werke der A350 gebaut werden soll. Das Flugzeug entsteht in Konkurrenz zum Dreamliner von Boeing.

Deutschland hätte bei der von ihm vorgeschlagenen Lösung "wegen seiner effizienten industriellen Abwicklung" durchaus eine Chance, Standort eines neuen Werks zu werden, sagte Dräger. Zugleich plädierte er für die viel diskutierte Ausgliederung einzelner Werke aus dem Konzern. "Der Eigenleistungsanteil bei Airbus ist zu hoch."

wal/dpa