Flugzeughersteller: Clement fordert Kompromiss - DER SPIEGEL
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Flugzeughersteller Clement fordert Kompromiss

Im Streit zwischen Airbus und Boeing um staatliche Fördermittel hat Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement vergleichbare Regelungen auf beiden Seiten gefordert. Eine komplette Streichung der Gelder könne es nicht geben.
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Cottbus - "Es ist sinnvoll, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, statt den Konflikt offen auszutragen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag am Rande einer Luft- und Raumfahrtkonferenz in Cottbus. EU und USA werfen sich gegenseitig vor, ihre heimischen Konzerne illegal zu subventionieren. Die Welthandelsorganisation WTO beschäftigt sich bereits mit dem Streit.

Clement erklärte, er rechne damit, dass die Luft- und Raumfahrtbranche noch über Jahre hinweg öffentliche Zuwendungen erhalten werde. Deshalb könne es in den laufenden Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und der US-amerikanischen Regierung nicht um eine komplette Streichung gehen, sondern es müssten vergleichbare Regelungen für beide Seiten festgelegt werden. "Das Ziel muss sein, faire Wettbewerbsbedingungen herzustellen", sagte Clement.

Die USA werfen Airbus vor, mit massiver Finanzhilfe der EU und ihrer Mitgliedstaaten die Entwicklung des A350 voranzutreiben. Der Jet soll mit dem von Boeing geplanten neuen mittelgroßen Langstreckenjet 787 Dreamliner konkurrieren. Die Europäer ihrerseits werfen den USA vor, für den Dreamliner allein fünf Milliarden Euro Subventionen gezahlt zu haben. Zudem wird Boeing nach Meinung der Europäer über milliardenschwere Rüstungsaufträge der US-Regierung unterstützt.

Bei einem Besuch des britischen Premierministers Tony Blair in Peking hat Airbus am Dienstag einen Auftrag über 1,5 Milliarden Dollar perfekt gemacht. Die größte chinesische Fluggesellschaft China Southern Airlines vereinbarte den Kauf von insgesamt zehn Airbus-Jets vom Typ A 330.