Förderbank Ulrich Schröder wird neuer KfW-Chef
Berlin - Die Bundesregierung hat sich nach wochenlangem Ringen auf einen Kandidaten für den Chefposten der staatlichen Förderbank KfW geeinigt. Nachfolger der vor gut einem Monat zurückgetretenen Vorstandssprecherin Ingrid Matthäus-Maier soll der bisherige Vorstandsvorsitzende der NRW-Bank, Ulrich Schröder, werden. Dies teilten die Bundesministerien für Wirtschaft und Finanzen in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) habe in seiner Funktion als Verwaltungsratschef der KfW den 56-jährigen Bank-Manager für den Posten vorgeschlagen, hieß es. Diesem Vorschlag müsse nun noch der Verwaltungsrat der KfW zustimmen.
Glos sagte, Schröder sei ein "außerordentlich erfahrener Bankfachmann", der die politische Einbindung einer staatlichen Förderbank genau kenne und den Umgang mit politischen Gremien gelernt habe.
Schröder soll nach der Entscheidung des Verwaltungsrates "so schnell wie möglich seine neue Aufgabe übernehmen", teilten die Ministerien mit. Der bisherige Chef der NRW-Bank soll schon vor seinem offiziellen Amtsantritt für die KfW an laufenden Verhandlungen teilnehmen.
Glos sagte über Schröder: "Ich erwarte, dass er sowohl das aktuelle Krisenmanagement, insbesondere den Verkauf der IKB, beherrscht, als auch in künftigen Jahren das normale Fördergeschäft professionell entwickelt." Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ergänzte, Schröder werde "die Stärken der KfW gerade in schweren Zeiten erfolgreich weiterentwickeln".
Nach dem Rücktritt von Matthäus-Maier galt neben Schröder noch der Investmentbanker Andreas Dombret als aussichtsreicher Kandidat für den Posten. Was letztendlich den Ausschlag für Schröder gab, blieb offen.
wal/AFP/ddp