Fondsgesellschaften im Test: Klasse statt Masse - DER SPIEGEL
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Fondsgesellschaften im Test Klasse statt Masse

Bei der Auswahl einer geeigneten Fondsgesellschaft sollten sich Anleger nicht allein von der Anzahl der angebotenen Fonds leiten lassen. Bedeutender sind Qualität und Service. Vorbildlich sind hier vor allem englische und amerikanische Anbieter.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Top-Anbieter im Test: der englische Fondsspezialist Threadneedle. Die Fondspalette dieses Anbieters ist sehr ausgewogen. Alle bewerteten Aktienfonds - Welt, Europa und USA - sind von überdurchschnittlicher Qualität. Auf Rang zwei kam der amerikanische Anbieter Franklin Templeton. Einzig der untersuchte Japanfonds konnte mit seiner Performance nicht überzeugen.

Unter den deutschen Anbietern schnitt die DWS am besten ab. Die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank erreichte in der Bewertung den siebten Platz.

Klare Konzepte

Ausländische Fondsgesellschaften verfolgen meist ein klares Anlagekonzept und bieten ihren Kunden eine überschaubare Anzahl Fonds an. Das Gegenteil ist oft bei deutschen Anbietern der Fall. Anleger finden hier zwar auch Top-Fonds. Doch genauso haben die meisten Anbieter mehrere Flops im Angebot. Zudem leisten sich deutsche Fondsgesellschaften meist mehrere Konzepte in einer einzigen Fondsgruppe. Beispiel: Die DWS bietet allein mehr als elf Aktienfonds Welt an.

Kostenloses Depot

Bei fast allen Anbietern können Anleger auch ihr Depot führen. Besonders gut schneiden wiederum die englischen und amerikanischen Anbieter ab. Bei den Top-Anbietern Threadneedle, Templeton, oder Merrill Lynch ist das Depot kostenlos. Zudem können Anleger günstig innerhalb der Fondspalette wechseln. Das ermöglicht es Anlegern, ihr Depot durch Umschichten immer aktuellen Markttrends anzupassen. Die großen deutschen Fondsgesellschaften können da nicht mithalten: DWS, Deka oder Union verlangen Depotgebühren und lassen sich auch den Fondswechsel gut bezahlen.

Quelle: FINANZtest 3/2004

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