Ford: Ex-Chef will Jaguar zurück - DER SPIEGEL
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Ford Ex-Chef will Jaguar zurück

Seit Monaten wird spekuliert, der kriselnde Autokonzern Ford wolle seine Luxusmarken abstoßen. Nun hat er einem US-Agenturbericht zufolge tatsächlich Verhandlungen über den Verkauf von Jaguar und Land Rover aufgenommen - mit einem alten Bekannten.
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New York - Ford führe die Gespräche mit dem Finanzinvestor One Equity Partners, einer Tochter des Bankhauses JPMorgan, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf vier mit der Situation vertraute Personen. Auf der anderen Seite des Verhandlungstisches sitzt demnach der ehemalige Ford  -Chef Jacques Nasser - er ist inzwischen Partner bei One Equity und zuständig für Zukäufe. Er war vor fünf Jahren bei Ford entlassen worden.

Jaguar-Modelle: Jointventure mit Banktochter?

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Nasser hatte die Luxusmarken seinerzeit zu Ford geholt und ist nun offenkundig daran interessiert, sie zurückzuerwerben - zumindest teilweise. Derzeit scheine ein Jointventure von Ford mit der Investmentfirma wahrscheinlicher als eine vollständige Übernahme der Luxusmarken, schreibt Bloomberg. Weder JPMorgan noch Ford waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen. Ford-Aktien zogen im New Yorker Handel um mehr als drei Prozent an.

Ford-Chef Bill Ford hatte vor einigen Woche gesagt, für die 1989 erworbene und Verluste schreibende Traditionsmarke Jaguar würden alle Optionen geprüft. Diese Bemühungen stehen in Zusammenhang mit der laufenden Sanierung. Das Unternehmen kämpft wie auch der Branchenprimus General Motors  auf dem Heimatmarkt mit massiven Überkapazitäten.

Robert Rubin verlässt das Board

Der Konzern war wegen schrumpfender Marktanteile und steigender Kosten in die roten Zahlen gerutscht. Ford hatte daher erst kürzlich angekündigt, seine Autoproduktion in Nordamerika kräftig zu drosseln. Zudem ist die Schließung von 14 Werken und die Streichung von 30.000 Stellen geplant. Mit den Sanierungsanstrengungen will der Autokonzern bis 2008 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Erst am Donnerstag hatte die Zeitung "USA Today" berichtet, der US-Autobauer erwäge möglicherweise auch den Rückzug von der Börse. Damit solle dem Konzern die Restrukturierung einfacher gemacht werden. Zuletzt war in der Autobranche auch über eine mögliche engere Zusammenarbeit zwischen Renault und Ford spekuliert worden. Einem Bericht des "Wall Street Journal Europe" zufolge schlug der Ford-Chef seinen Kollegen bei Renault eine Allianz vor, sollte eine engere Kooperation von Renault  /Nissan   mit General Motors scheitern.

Am Freitag gab Ford zudem einen Rückzug aus dem Direktorium des Unternehmens bekannt: Der Manager des US-Geldhauses Citigroup  , Robert Rubin, werde sein Amt bei Ford niederlegen, hieß es. Rubin habe den Schritt in einem Brief an Ford mit möglichen Interessenkonflikten beim Umbau des Konzerns begründet.

itz/Reuters