Ford Firestone-Reifen werden aussortiert
Dearborn - Dies kündigte Nasser am Dienstag nach Börsenschluss auf einer Pressekonferenz in Dearborn (Michigan) an. Bei einer Untersuchung seien erste Anzeichen für gravierende Schäden an den Firestone-Reifen festgestellt worden, die das Unternehmen nicht ignorieren werde.
Die Rückrufaktion kostet den zweitgrößten Autohersteller der Welt 2,1 Milliarden Dollar nach Steuern. Nasser bezifferte die Kosten vor Steuern auf drei Milliarden Dollar. Die Gesellschaft wird auch ihr Aktienrückkauf-Programm suspendieren, wodurch der Gewinn pro Aktie für das Gesamtjahr um weitere zehn Cents verringert wird.
Ford erwartet deshalb einen Verlust von 35 Cents je Aktie für das zweite Quartal. Der zweitgrößte Autohersteller der Welt rechnet für das Gesamtjahr mit einem Gewinn von 1,25 Dollar bis 1,35 Dollar je Aktie.
Der Ford-Verwaltungsratsvorsitzende William Clay Ford jr. verwies darauf, dass die Sicherheit der Kunden bei seinem Unternehmen immer Vorrang habe. Die Aktion habe seine Unterstützung und die des gesamten Ford-Verwaltungsrates.
Bei Firestone, der US-Tochterfirma des japanischen Reifenkonzerns Bridgestone, hatte es im August 2000 bereits eine großangelegte Rückrufaktion für 6,5 Millionen Reifen gegeben, bei denen es teilweise zu Profilablösungen gekommen war.
Diese Reifen waren in Zusammenhang mit zahlreichen Unfällen gebracht worden. Dabei waren 174 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Von den Unfällen waren vor allem Ford-Explorer-Geländewagen betroffen. Es sind inzwischen zahlreiche Klagen gegen Bridgestone/Firestone und Ford eingereicht worden. Die beiden Unternehmen weisen sich gegenseitig die Schuld an den Problemen zu.