Ford: Jeder Zehnte muss gehen - DER SPIEGEL
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Ford Jeder Zehnte muss gehen

Angesichts fallender Marktanteile und teurer Rückrufaktionen wird bei Ford drastisch gespart. In den USA müssen mehr als 4000 Mitarbeiter ihren Hut nehmen, ähnliche Aktionen sollen auch in anderen Ländern geplant sein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Zwischen 4000 und 5000 US-Mitarbeiter des Autokonzerns   sollen in den Vorruhestand geschickt werden, hieß es in einer Mitteilung von Ford. Unter Berufung auf Firmenkreise schreibt die "New York Times", dass dieses Sparprogramm auch auf Ingenieure und Manager in anderen Ländern ausgedehnt werden könnte. Ford hatte zum Jahreswechsel 45.822 Angestellte.

Den vorzeitig ausscheidenden Mitarbeitern will das Unternehmen höhere Leistungen bieten als ihnen normalerweise zustehen. Die Kosten des Arbeitsplatzabbaus bezifferte Ford auf rund 700 Millionen Dollar.

Neue Modelle kommen später

Nach Angaben der Zeitung hat Ford auch begonnen, die Einführung einiger Automodelle hinauszuzögern, um Kosten zu sparen. Der Ford-Absatz war im Juli um 12,7 Prozent gefallen, während der Gesamtmarkt nur um fünf Prozent geschrumpft war.

Ford hat nicht nur mit Absatzrückgang und härterer Konkurrenz, sondern auch mit Qualitätsproblemen und sehr kostspieligen Rückrufaktionen zu kämpfen. Allein die Rückrufaktion für Modelle mit Firestone-Reifen hat den Autobauer bisher mehr als zwei Milliarden Dollar gekostet.