Ford Weiße Angestellte klagen wegen Diskriminierung
Detroit - Die Klägergemeinschaft behaupte, Ford-Chef Jacques Nasser und zwei weitere führende Manager wollten sie mit einem firmeninternen Qualitätsbewertungssystem aus dem Konzern drängen und durch Frauen, Minoritäten oder jüngere Kräfte ersetzen, berichten die "Detroit News". "Ford hat nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit meiner Klienten die Regeln geändert", sagt Anwalt James Fett, der am Donnerstag die Klage bei einem Bundesgericht in Detroit einreichte. Bislang seien die Mitarbeiter nach Leistung beurteilt worden, nun zähle nur noch die Frauen- oder Minderheitenquote. "Das ist unmoralisch und illegal", urteilt Fett, der bislang drei Ford-Angestellte vertritt. Als Begründung für seine Behauptungen verweist er auf zahlreiche Reden Nassers, in denen er für eine stärkere Quotenförderung eintritt.
Bereits Anfang der Woche zog eine andere Klägergemeinschaft mit der gleichen Argumentation vor Gericht. Doch Rechtsanwalt Fett fordert - nicht wie diese - mehrere Millionen Dollar Schadenersatz, sondern nur eine Million Dollar.
Bei Ford werden nach Ende eines Kalenderjahres alle Mitarbeiter beurteilt. Es gibt drei Kategorien. Rund zehn Prozent bekommen die Note A für besondere Verdienste, 80 Prozent die Note B und zehn Prozent C. Wer zwei Jahre hintereinander ein C bekommen hat, muss um seinen Arbeitsplatz fürchten.
"Es ist ein faires System", kontert Ford-Sprecher Edward Miller die Vorwürfe der älteren weißen Angestellten. Alle Mitarbeiter würden auf Grund ihrer Leistung beurteilt.