Formel 1: Auto-Hersteller auf Crash-Kurs - DER SPIEGEL
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Formel 1 Auto-Hersteller auf Crash-Kurs

Die Auto-Hersteller wehren sich weiterhin entschlossen gegen die Mehrheitsbeteiligung von Leo Kirch an der Formel 1. Die Idee einer eigenen Rennserie nimmt konkrete Formen an.
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Turin - Wie ein Sprecher des Fiat-Konzerns gegenüber dem "Handelsblatt" bestätigte, soll noch in dieser Woche ein gemeinsames Rennsportunternehmen der Auto-Hersteller zur Vorbereitung der Rennserie gegründet werden. Neben Ferrari seien daran BMW, DaimlerChrysler, Jaguar und Renault beteiligt. Wegen laufender Verträge könne die Formel-1-Konkurrenz allerdings erst 2008 gestartet werden, schreibt das "Handelsblatt".

Die Auto-Hersteller befürchten, dass die KirchGruppe, die Privatsender und den PayTV-Sender Premiere World betreibt, bei der Vergabe der begehrten Fernsehrechte ihren Einfluss geltend machen würde.

Wie es allerdings aussieht, wird sich die KirchGruppe durch die Initiative der Autohersteller von einer Übernahme der Kontrolle über die Formel-1-Holding SLEC nicht abhalten lassen. Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", es sei davon auszugehen, dass die KirchGruppe durch die Umwandlung eines Darlehens an das Münchener Medienunternehmen EM.TV ihren Anteil an der SLEC auf 57,5 Prozent von derzeit 37,25 aufstocken werde.

Hahn sagte, Kirch und Formel-1-Organisator Bernie Ecclestone seien sich über diesen Schritt grundsätzlich einig. Ecclestone habe sich lange gegen den Kirch-Einstieg gewehrt, weil ihm dies seinerzeit nicht gefallen habe und er andere Lösungen befürwortet habe. "Er ist aber jemand, der zu seinem Wort und zu seinen Verträgen steht. Wir habe alle den Eindruck, dass die Beteiligten die bislang gefundenen Lösungen sehr begrüßen", sagte Hahn.

Hahn zufolge laufen die grundsätzlichen Interessen der KirchGruppe an der Formel 1 nicht den Interessen der Automobilindustrie zuwider. "Wir sind sicher, dass die Formel 1 eine langfristige Perspektive bietet. Unsere Offerte für Gespräche über Einfluss und Beteiligung der Autohersteller gilt nach wie vor", sagte Hahn.