Formel 1: Finanzminister bettelte für Kirch - DER SPIEGEL
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Formel 1 Finanzminister bettelte für Kirch

Medienmogul Leo Kirch hatte Schwierigkeiten, Kredite für den Kauf der Formel-1-Rechte zu bekommen. Der damalige bayerische Finanzminister Erwin Huber bemühte sich persönlich um Abhilfe.
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München - Nach Angaben des Finanzministeriums hat sich Huber an die HypoVereinsbank gewandt, um die milliardenschwere Finanzierung der Formel-1-Beteiligung zu sichern. Damit wollte er offenbar eine Entlastung für die halbstaatliche Bayerische Landesbank erreichen, die Kirch bisher die meisten Kredite bewilligt hat.

Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag äußerte sich empört. Wirtschaftsexperte Heinz Kaiser warf Huber vor, sich als "Kirch-Lobbyist" zu betätigen. Das Finanzministerium rechtfertigte den Einsatz für Kirch dagegen mit der erheblichen medienwirtschaftlichen Bedeutung der Formel 1. "Ein Verbleib bei einem bayerischen Unternehmen lag im medienpolitischen Interesse des Standortes Bayern", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.

Ein Sprecher der HypoVereinsbank wollte sich unter Verweis auf das Bankgeheimnis nicht zu dem Bericht äußern. Laut der "Süddeutschen Zeitung" war Hubers Initiative nicht erfolgreich, die Bank habe der Regierung seinerzeit keine Entscheidung mitgeteilt. Bereits vor einem halben Jahr war bekannt geworden dass Kirch am Ende von der halbstaatlichen Bayerischen Landesbank einen Kredit bekommen habe, der den Kauf der Formel-1-Rechte erst ermöglicht habe.