France Télécom: Mehr Gewinn, aber hoch verschuldet - DER SPIEGEL
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France Télécom Mehr Gewinn, aber hoch verschuldet

Ein Schuldenberg von rund 61 Milliarden Euro lastet auf den Schultern des französischen Télécom-Chefs Michel Bon. Doch beim Ergebnis hat der Fernmelde-Riese europaweit die Nase vorn.
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Paris - Der französische Konzern hat im vergangenen Jahr den Gewinn mit 3,6 Milliarden Euro nahezu verdreifacht. Das zunehmende internationale Geschäft bescherte einen Umsatzsprung von rund 23 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro. Zeitgleich kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 9,6 Milliarden auf 10,8 Milliarden Euro. Die Dividende soll wie im Vorjahr ein Euro je Aktie betragen. Diese Zahlen präsentierte France Télécom am Donnerstag in Paris.

Bon könnte zufrieden sein, wäre da nicht die Tatsache, dass er das weltweit am höchsten verschuldete börsennotierte Unternehmen leitet. Vor allem der Erwerb der teuren Lizenzen für die dritte Mobilfunk-Generation UMTS trieb die Schulden von knapp 15 auf 61 Milliarden Euro hoch. Hinzu kamen die Übernahmen von Orange, Freeserve und Equant. Dann missglückte auch noch der Börsengang der Mobilfunktochter Orange im Februar.

Mit den Übernahmen und den UMTS-Lizenzen hat France Télécom seinen Platz als Global Player in der Branche behauptet. Jetzt aber drängen Investoren und Gewerkschaften Bon dazu, endlich Pläne zum Schuldenabbau zu präsentieren, berichtet die "Financial Times" in ihrer Donnerstagsausgabe. Stets im Rücken hat Bon noch den französischen Staat, der den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil von 50 Prozent hält. Bei den Gewerkschaften wachse der Widerstand gegen die zunehmende Abhängigkeit von den Kapitalmärkten, heißt es.

Verglichen mit der europäischen Konkurrenz ist der französische Konzern im Vorjahr am schnellsten gewachsen. "Wir haben den kritischen Punkt überschritten", sagte Bon. Das Schlimmste sei überstanden. Das laufende Geschäftsjahr sei sehr gut angelaufen. Der Konzern erwartet eigenen Angaben zufolge einen Umsatzanstieg von mehr als 20 Prozent und ein prozentual zweistelliges Wachstum beim Ergebnis.

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