"Frankfurter Rundschau" Bürgschaft unter Dach und Fach
Frankfurt am Main - Die Urkunde sei am Mittwoch im hessischen Wirtschaftsministerium unterschrieben worden, teilte die Geschäftsleitung mit. Das Land bürgt für 60 Prozent eines Kredits der Hausbanken in Höhe von 11 Millionen Euro, den die zum Druck- und Verlagshaus Frankfurt GmbH gehörende Frankfurter Tageszeitung benötigt, um ihren laufenden Verpflichtungen nachzukommen.
In der CDU-geführten Landesregierung in Wiesbaden, die sich in der Vergangenheit häufig der Kritik des linksliberalen Frankfurter Blattes ausgesetzt sah, wird darauf hingewiesen, dass bei der Entscheidung für die Bürgschaft keine politischen, sondern nur wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle gespielt hätten. Es sei um die Erhaltung von 1150 Arbeitsplätzen gegangen.
Die "Frankfurter Rundschau" habe jetzt Zeit gewonnen, mit der schon seit geraumer Zeit in die Wege geleiteten Sanierung des Unternehmens fortzufahren. Das "Druck- und Verlagshaus Frankfurt" leidet wie andere Medienunternehmen unter einer Flaute im Anzeigengeschäft. Laut Geschäftsführung lagen die Umsätze im ersten Quartal im Rahmen der Planungen, auf denen die Vergabe der Bürgschaft beruht.