Versorgungsengpässe An fast jeder fünften Tankstelle in Frankreich fehlte am Morgen Kraftstoff
Auch in Frankreich ist Tanken teuer
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Die faktische Sperrung der Straße von Hormus treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. In Frankreich führt dies offenbar zu temporären Engpässen an Tankstellen. Laut Energieministerin Maud Bregeon fehlte am Morgen an etwa jeder fünften Tankstelle im Land eine Kraftstoffsorte.
Die vom französischen Ölkonzern TotalEnergies eingeführte Obergrenze für Benzin und Diesel liege unter den Preisen anderer Marken. Das habe an einigen Tankstellen zu Lieferengpässen geführt, sagte Bregeon in einem Interview mit dem Nachrichtensender BFM TV.
Es gebe allerdings kein generelles Versorgungsproblem, sondern lediglich ein logistisches Problem aufgrund von Nachfrageschwankungen, sagte Bregeon.
Bereits Ende März hat die EU-Kommission die Mitgliedstaaten der EU aufgefordert, sich auf eine möglicherweise länger andauernde Störung des internationalen Energiehandels wegen des Irankriegs vorzubereiten. Sie sollen rechtzeitig und koordiniert Vorkehrungen treffen, um die Versorgung mit Öl und raffinierten Erdölprodukten sicherzustellen, wie es in einer Mitteilung der Kommission heißt. Die Versorgungssicherheit der Europäischen Union sei weiterhin gewährleistet, teilte Energiekommissar Dan Jørgensen mit.
Auch die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einer Ölknappheit in Europa. »Der Ölverlust im April wird doppelt so hoch sein wie im März«, sagte IEA-Chef Fatih Birol am 1. April. Der IEA-Chef sprach wegen eines möglichen Engpasses auch über eine weitere Freigabe von Ölreserven. »Wenn wir der Meinung sind, dass ein Bedarf an Rohöl oder Produkten besteht, können wir eingreifen«, sagte Birol.
Die IEA berät die Industriestaaten in Energiefragen. Ihre Mitglieder hatten wegen der Folgen des Irankriegs bereits am 11. März die Freigabe von 426 Millionen Barrel Öl beschlossen. Auch Deutschland beteiligte sich daran.
FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat in der Debatte über Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger die Senkung der Energiesteuer auf Kraftsteuer auf EU-Mindestmaß und eine Klimaprämie für die Bürger gefordert. »Natürlich braucht es konkrete Entlastung: Wir sollten die Energiesteuer auf Kraftstoffe temporär auf das europäische Mindestmaß senken«, sagte Strack-Zimmermann der »Rheinischen Post«.
Und weiter: »Ich will, dass die Einnahmen direkt an die Bürger zurückfließen, etwa über eine Klimaprämie pro Kopf oder spürbare Entlastungen bei Strom und Abgaben. Wer wenig verbraucht, wird dann belohnt, das ist gerecht«, sagte sie. »Und wir müssen Pendler gezielt entlasten: durch eine höhere und flexiblere Pendlerpauschale, gerade für Menschen im ländlichen Raum.«
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