Frankreich Peugeot-Citroën streicht 4800 Stellen
Besançon - Der Jobabbau solle ohne Kündigungen erfolgen, teilte der Konzern heute mit. Geplant seien Regelungen zur Frühverrentung und Angebote an Mitarbeiter, das Unternehmen freiwillig zu verlassen. Das Unternehmen begründete den Schritt mit einer "Stagnation der Verkäufe der Gruppe in Europa und der gesunkenen Rentabilität". Peugeot -Citroën bestätigte damit Angaben von Gewerkschaftern. Derzeit beschäftigt der Konzern in Frankreich 112.000 Menschen.
Angesichts sinkender Verkaufszahlen war der Nettogewinn von Peugeot-Citroën im vergangenen Jahr um 83 Prozent auf 176 Millionen Euro gesunken. Die Stellenstreichungen sollen die Kosten nun verringern und die Gruppe wieder zurück zu Wachstum und Rentabilität bringen, erklärte Peugeot-Citroën.
Seit Februar wird der Hersteller durch den französischen Manager Christian Streiff geleitet. Streiff hatte im vergangenen Jahr kurzzeitig das Ruder beim Flugzeugbauer Airbus übernommen, war bald aber wieder gegangen. Streiffs Vorgänger bei Peugeot-Citroën, Jean-Martin Folz, hatte 2006 den Abbau von 10.000 Stellen in Europa lanciert, 7000 fielen bereits weg. Mit dem Abbau der nun angekündigten 4800 Stellen wird das Ziel der 10.000 Stellen überschritten.
2006 verkaufte Peugeot-Citroën weltweit 3,37 Millionen Autos. Das waren 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr. In Europa sank der Absatz mit einem Minus von 2,7 Prozent besonders stark.
wal/AFP/dpa