Französisches Parlament Monaco ist "Geldwäsche-Paradies"
Paris - Der Parlamentsbericht kritisiert, dass in Monaco beispielsweise ein strenger Berufsethos der Banken fehlt. "Dazu kommen eine Gesetzgebung, die die Anonymität von Transaktionen sicherstellt, und ein Spielcasino, das nicht kontrolliert wird," heißt es weiter.
Der für die Nationalversammlung erstellte Bericht über das Fürstentum an der Côte d'Azur kommt zu dem Schluss, dass auch die unzureichende internationale Zusammenarbeit etwa der Justiz dazu beitrage, dass Monaco ein geeigneter Platz für Geldwäscher sei.
Frankreich werde es nach dem Bericht deshalb ernsthaft ins Auge fassen müssen, die Vereinbarungen mit dem unter dem Schutz von Paris stehenden Territorium zu überprüfen.
An der Situation in Monaco ist der französische Staat nicht unschuldig. So werden die höchsten Beamten des Fürstentums von Ministerien in Paris ernannt. Außerdem ist die Banque de France formell für die Prüfung der monegassischen Kreditinstitute zuständig.
Auf 195 Hektar Fläche gibt es in dem Steuerparadies Monaco etwa 70 Banken. Nur jeder dritte Inhaber der etwa 340.000 Konten wohnt auch tatsächlich in dem Fürstentum.