freenet.de Brutale Verluste
Hamburg - Während der Umsatz um 522 Prozent auf 42,2 Millionen Mark gesteigert werden konnte, sammelte sich ein Verlust vor Steuern von 30,7 Millionen Mark an. Den Minusbetrag erklärte freenet.de bei der Vorlage der Bilanz am Donnerstag in Hamburg mit hohen Investitionen: So seien allein 46 Millionen Mark in Marketingaktivitäten geflossen.
Die Mobilcom-Tochter erzielte den größten Teil des Umsatzes in Höhe von 21,5 Millionen Mark mit den Zugangsgebühren der Internetsurfer. Besonders stark stiegen die Einnahmen aus Werbung auf 13,7 Millionen Mark. Provisionen aus dem E-Commerce stiegen auf 6,9 Millionen Mark. Nach Auffassung des Vorstands ist freenet.de trotz des kräftigen Verlustes nicht in Gefahr, da von dem beim Börsengang erzielten Kapital von 200 Millionen Mark noch 75 Prozent vorhanden seien.
Die Zahl der registrierten Kunden liegt bei 2,36 Millionen. In der Zukunft will freenet.de mit neuen Diensten wie Internet-TV, Mobilem Internet und Breitband-Zugang weiter wachsen. Anders als bei den großen Zugangsanbietern T-Online oder AOL müssen die Internetsurfer bei Freenet nur die Telefonkosten zahlen und sind nicht vertraglich gebunden.