Freier Strommarkt: RWE rechnet mit Gewinneinbruch - DER SPIEGEL
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Freier Strommarkt RWE rechnet mit Gewinneinbruch

Nach VIAG erwischt es nun auch RWE. Der Energieriese geht mit einer schweren Hypothek in die Fusion mit VEW. Wegen des scharfen Wettbewerbs im Strommarkt hat der Essener Konzern eine Gewinnwarnung herausgegeben.
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Essen - RWE rechne entgegen den ursprünglichen Erwartungen im laufenden Geschäftsjahr mit einem Rückgang des betrieblichen Ergebnisses um bis zu 15 Prozent, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage des Halbjahresergebnisses mit.

Von dem Ergebnisrückgang seien neben dem Energiegeschäft auch die Bereiche Bergbau und Rohstoffe stärker als erwartet betroffen. Auch künftig erwarte der Essener Konzern durch ein weiter niedriges Strompreisniveau einen massiven Druck auf die Energiebranche

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 1999/2000 (30.6.) war das Nettoergebnis des Konzerns um 10,8 Prozent auf 428 Millionen Euro zurückgegangen. Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich dagegen um 4,3 Prozent auf 1,369 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs um 21,8 Prozent auf 23 Milliarden Euro.

RWE-Chef Dietmar Kuhnt erklärte, das fusionierte Unternehmen wolle in den kommenden Jahren 12.500 Arbeitsplätze streichen. Der geplante Personalabbau solle "möglichst bald" vollzogen werden. Rund 3200 Arbeitsplätze davon sollen im Rahmen der geplanten Fusion der beiden Revierkonzerne gestrichen werden. Weitere Stellenstreichungen würden unabhängig von dem Zusammenschluss unter anderem in den Bereichen Braunkohle sowie in den Energiebereichen der beiden Konzerne erfolgen.