Freizeitparks: Disney trotzt der Finanzmarktkrise - DER SPIEGEL
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Freizeitparks Disney trotzt der Finanzmarktkrise

Der amerikanische Disney-Konzern steigert seinen Gewinn - und bleibt von der weltweiten Finanzmarktkrise verschont. Besonders die gut besuchten Themenparks sorgen für satte Gewinne. Analysten sind überrascht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Los Angeles - Weniger Luxuszimmer, mehr günstige Familienangebote: Die Disney-Themenparks in Kalifornien und Florida haben erfolgreich versucht, sich den wirtschaftlichen Verhältnissen anzupassen. Jetzt bauen sie sogar neue Attraktionen.

Die Themenpark-Sparte, zu denen auch Ableger in Paris, Tokio und Hongkong gehören, steigerte ihre Einnahmen im zweiten Quartal um elf Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar und bildet damit das Herzstück der Gewinne des Konzerns. Von Vorteil waren dabei die frühen Osterfeiertage, die noch in das Quartal fielen.

Investoren hatten erwartet, dass die Krise der US-Wirtschaft die Freizeitparks ähnlich stark treffen würde wie der 11. September, in dessen Folge die Disney-Aktie stark nachgegeben hatte. "Wir sind heute viel besser aufgestellt als in der Vergangenheit", sagte Disney-Chef Robert Iger der "Los Angeles Times". In der Zeitung äußert Finanzexpertin Ingrid Chung von Goldman Sachs   jedoch auch Bedenken: Buchungen, die im Voraus erfolgten, könnten die Zahlen verzerren.

Insgesamt konnte Disney  seinen Nettogewinn im vergangenen Quartal um 22 Prozent steigern. Die Filmsparte profitierte von DVD-Verkäufen, darunter das Oscar-prämierte Werk "No Country for Old Men". Leichte Einbußen musste der Disney-eigene Fernsehsender ABC hinnehmen. Wegen zurückgehender Werbeeinkünfte sanken die Einnahmen um zwei Prozent.

feh/dpa

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