Früher Vogel: Kunde zahlte mit Euroschein - DER SPIEGEL
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Früher Vogel Kunde zahlte mit Euroschein

Manchen Konsumenten geht die Bargeldeinführung nicht schnell genug. Ein belgischer Kunde zahlte jetzt mehrere Comic-Hefte mit einem Euro-Schein.
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Den Haag - Knapp drei Wochen vor Einführung des Eurobargelds hat ein Händler in Holland ein Geschäft mit einem Fünf-Euro-Schein gemacht. Ein Kunde aus Belgien erwarb bei ihm vier Comic-Heftchen, die zusammen zehn Gulden (4,50 Euro) kosteten.

"Erst hat er gefragt, ob er auch mit Euro zahlen könne, und ich habe einfach 'ja' gesagt", berichtete der Händler. Er verkauft Sammlerartikel in der niederländischen Stadt Middelburg. Als der Kunde tatsächlich den Geldschein präsentierte, blieb der Verkäufer bei seinem Wort und bot noch einen Gulden Wechselgeld an. Der Belgier habe ihm erzählt, dass beim Einzelhandel in Belgien die Euro-Scheine in großen Paketen vorrätig seien.

Anhand der Seriennummer hat die Zentralbank ermittelt, dass es sich um eine Note aus dem belgischen Euro-Kontingent handelt. Den Geldschein zu behalten, sei strafbar, so ein Sprecher. Der Euro ist als Währung zwar schon am 1. Januar 1999 eingeführt worden. Das Bargeld wird aber erst drei Jahre später am 1. Januar 2002 Zahlungsmittel in den 12 Euroländern.

Bereits Ende September waren in der niederländisch-deutschen Grenzstadt Venlo mehrere Euro-Scheine aufgetaucht. Nach Angaben der Polizei stammten sie vermutlich aus einem Raubüberfall auf einen Euro-Transport in Deutschland. In Belgien waren zudem schon von einem Postamt Euromünzen in Umlauf gebracht worden.