Führungswechsel: VW-Aktionär greift Piëch an - DER SPIEGEL
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Führungswechsel VW-Aktionär greift Piëch an

Nach dem überraschenden Wechsel an der Führungsspitze von VW hat erstmals ein Großaktionär des Autobauers öffentlich scharfe Kritik an Aufsichtsratschef Piëch geübt. Die Absetzung Pischetsrieders sei beispiellos, sagte ein Vertreter von Tweedy Browne dem "Handelsblatt".
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Düsseldorf – Der sang- und klanglose Rauswurf Pischetsrieders werfe ernsthafte Fragen zur Unternehmensführung bei Volkswagen   und der Rolle von Piëch auf, sagte Tom Shrager, Partner des US-Investmenthauses, dem "Handelsblatt" zufolge. Der Vorstandschef sei offenbar erfolgreich dabei gewesen, eine wichtige Wende im Unternehmen herbeizuführen. Shrager kritisierte mit deutlichen Worten das Verhalten Ferdinand Piëchs: "Wir konnten uns kaum vorstellen, dass der Aufsichtsratsvorsitzende - mit seiner wenig eindrucksvollen Bilanz als VW-Manager - die Prinzipien der Corporate Governance mit Füßen treten und seine Aufsichtsrats-Kollegen auf solche Weise umstimmen würde".

Es ist das erste Mal, dass sich einer der fünf Großinvestoren von dem Machtwechsel in Wolfsburg distanziert. Tweedy Browne hält mit zwei Millionen Aktien knapp ein Prozent an Volkswagen.

reh/dpa