Kapitalmärkte Fusion der Börsen
Die drei größten deutschen Börsen in Frankfurt, Düsseldorf und München wollen fusionieren. Mit einem Handelsvolumen von rund 6600 Milliarden Mark im vergangenen Jahr vereinigen diese Börsenplätze annähernd 90 Prozent der Umsätze auf sich. Sitz des Unternehmens soll Frankfurt werden. Die drei Präsenzbörsen sollen noch eine Zeitlang weiterlaufen. Aber mittelfristig streben insbesondere die Frankfurter Großbanken eine zentralisierte Computerbörse an, weil sie sich davon Kostenvorteile erhoffen. Wenn die Fusion realisiert wird, sind die umsatzschwachen Regionalbörsen in Stuttgart, Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover endgültig ausgebootet. Diese haben zwar angedroht, daß sie ihre Kauf- und Verkaufsanträge für Wertpapiere dann nicht mehr automatisch nach Frankfurt schicken wollen, wenn sie diese selbst nicht ausführen können. Doch ob sie damit langfristig überleben können, ist dennoch fraglich.