Fusion geplatzt: EMI und Warner Music geben auf - DER SPIEGEL
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Fusion geplatzt EMI und Warner Music geben auf

Die beiden Musikanbieter Warner Music und EMI haben ihre geplante Fusion abgesagt. Sie beugten sich damit der EU-Kommission, die schwere Bedenken gegen den Zusammenschluss angemeldet hatte.
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London - Nach dem Scheitern des am 24. Januar bekannt gegebenen Fusionsplans werde nun nach anderen Möglichkeiten der Zusammenarbeit gesucht, sagte EMI-Vorstandschef Eric Nicoli.

In der EU-Kommission bestanden Bedenken, dass nach einer Fusion der beiden Tonträgergiganten nur noch vier Firmen - Time Warner/EMI, Universal, Bertelsmann und Sony Music - 80 Prozent des europäischen Marktes kontrolliert hätten. Dabei wären insbesondere Urheberrechte und das Online-Geschäft im Internet betroffen gewesen. Außerdem wäre bei einer solchen Marktkonstellation die Gefahr eines Preiskartells zu groß gewesen, argumentierte die Brüsseler Behörde.

Die Firmen betonten aber, sie wollten weiter über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit sprechen und eine für alle Seiten akzeptable Lösung finden. Brüssel hatte befürchtet, dass EMI und Warner Music vor allem beim Vertrieb digitaler Musik über das Internet eine marktbeherrschende Stellung einnehmen würden.

Eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte in Brüssel, beide Unternehmen hätten die EU-Wettbewerbshüter am Morgen über ihren Entschluss informiert. Der geplante Zusammenschluss war eingebunden in die Großfusion von Time Warner mit dem Internetkonzern AOL, die in Brüssel ebenfalls kritisch gesehen und rechtlich getrennt geprüft wird. EMI und Warner Music hatten Mitte September versucht, ihre Fusion durch Zugeständnisse zu retten. Diese hatten Brüssel aber offenbar nicht überzeugen können.