Fusion: Herr Kirch baut um - DER SPIEGEL
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Fusion Herr Kirch baut um

Die Münchner KirchGruppe will offenbar KirchMedia mit ProSiebenSat.1 verschmelzen. Dem Börsenkurs des Unternehmens tut diese Nachricht gar nicht gut.
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München - Die zentrale Sparte KirchMedia soll mit der TV-Tochter ProSiebenSat.1 Media fusionieren, berichtet "Financial Times Deutschland" ("FTD"). Dadurch würde der größte deutsche aktiennotierte Medienkonzern entstehen.

Die Fusionspläne sollen noch in dieser Woche bekannt gegeben werden. Wahrscheinlich am Donnerstag oder Freitag, hieß es aus gut informierten Kreisen.

Dem Bericht zufolge haben sich die KirchGruppe und ProSiebenSat.1 bereits auf den Zusammenschluss verständigt. Nur die Aufsichtsräte müssten noch zustimmen. Durch den Zusammenschluss wolle Kirch mit seinem Kerngeschäft bereits nächstes Jahr an der Börse sein und finanzielle Forderungen seiner ausländischen Teilhaber vermeiden.

Der Börsengang sei zuvor Fremdinvestoren wie Rupert Murdoch und Silvio Berlusconi vertraglich zugesichert worden. Komme er nicht zustande, könnten die Teilhaber möglicherweise ihre Einlagen zurückfordern. Ursprünglich hatte Kirch den Börsengang bis Ende dieses Jahres geplant, das Vorhaben aber wegen des schwachen Aktienmarktes auf Eis gelegt.

Die Spekulationen um eine Neuordnung der KirchGruppe haben am Donnerstag den ProSieben-Aktienkurs   stark belastet. Er brach nach Bekanntwerden der Nachricht am Donnerstag um zeitweise mehr als 14 Prozent auf 10,10 Euro ein.