Fusion mit Bank Austria: HypoVereinsbank greift nach Osteuropa - DER SPIEGEL
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Fusion mit Bank Austria HypoVereinsbank greift nach Osteuropa

Die billionenschwere Bankenehe von HypoVereinsbank und Bank Austria ist perfekt. Bankenkreise sprechen von einer "Traumhochzeit".
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München/Wien - Das Münchner Geldhaus und das Wiener Institut beschlossen am Wochenende die Fusion zum neuen Bankgiganten mit einer Bilanzsumme von rund 1,27 Billionen Mark, acht Millionen Kunden und 65.000 Beschäftigten. Damit werde man "klarer Marktführer im eng verbundenen Wirtschaftsraum Süddeutschland und Österreich", hieß es.

Größter Einzelaktionär des fusionierten Finanzriesen wird der Versicherungskonzern Allianz bleiben, der an der HypoVereinsbank schon rund 17,4 Prozent hält. Auf Rang zwei dürften der bisherige Hauptaktionär der Bank Austria, die Stadt Wien, sowie der aus VEBA und VIAG fusionierte E.ON-Konzern sein, der am Münchner Institut rund acht Prozent hält. Das Eigenkapital steigt den Angaben zufolge auf 17 Milliarden Euro, die Marktkapitalisierung auf 35 Milliarden Euro.

Mit der Fusion wird die HypoVereinsbank Finanzkreisen zufolge zum ausländischen Kreditinstitut mit dem größten Marktanteil in Osteuropa aufsteigen. Bank Austria verfügt bereits jetzt schon über hohe Marktanteile in Ungarn und Polen. Eine fusionierte Bank hätte die beste Startposition beim Rennen um den osteuropäischen Bankenmarkt.

Der neue Finanzgigant will Arbeitsteilung praktizieren. Als führende österreichische Bank mit Marktanteilen zwischen 20 und 60 Prozent soll die Bank Austria im Konzern der HypoVereinsbank künftig die Österreich- sowie Mittel- und Osteuropa-Aktivitäten verantworten. Die Münchner übernehmen dagegen alle sonstigen internationalen Stützpunkte des Wiener Institutes.