Fusion: TUI sondiert Allianz mit Air-Berlin - DER SPIEGEL
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Fusion TUI sondiert Allianz mit Air-Berlin

TUI-Chef Michael Frenzel prüft nach Informationen des SPIEGEL eine Fusion des Flugablegers TUIfly mit der zweitgrößten deutschen Airline Air Berlin. TUI könnte für die Charter- und Billigflugtochter Anteile an der erweiterten Air Berlin erhalten.
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Hamburg/Berlin - Bald könnten die seit Wochen andauernden Gespräche zwischen der Lufthansa  , TUI und der Arcandor  -Reisegruppe Thomas Cook über einen Zusammenschluss ihrer Flugableger Germanwings, TUIfly und Condor eine überraschende Wendung nehmen. Denn TUI-Chef Michael Frenzel arbeitet an einem Alternativplan. Einer möglichen Fusion mit Air Berlin  .

Mit deren Firmenchef Joachim Hunold hatte Frenzel bereits in der Vergangenheit mehrfach verhandelt. Nun nehmen die beiden Chefs einen neuen Anlauf, nachdem Hunolds Pläne, die Condor zu übernehmen, erst kürzlich scheiterten. Frenzel könnte dieses Mal seine eigene Charter- und Billigflugtochter TUIfly bei Hunold einbringen - und dafür Anteile an einer erweiterten Air Berlin erhalten. Der Deal brächte beiden Managern Vorteile. Mit Hilfe der TUI und ihres Reisegeschäfts wären Air-Berlin-Jets besser ausgelastet. Frenzel wiederum könnte sich die Kontrolle über wichtige Sitzplatzkontingente für seine Veranstalter sichern.

Ein Air-Berlin-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage am Samstag weder bestätigen noch dementieren. "In dieser Branche redet jeder mit jedem", fügte er lediglich hinzu. TUI lehnte einen Kommentar ab.

Seit längerer Zeit verhandelt TUI schon mit Lufthansa und Thomas Cook über einen Zusammenschluss ihrer Billigflugtöchter Germanwings, TUIfly und Condor. Damit würde eine der größten Fluggesellschaften Deutschlands entstehen, die sowohl im Charter- als auch im Billigflugbereich tätig wäre. Zusammengenommen kämen Germanwings, Condor und TUIfly auf 30 Millionen Passagiere pro Jahr und würden damit Air Berlin als Nummer zwei im deutschen Markt mit 28 Millionen Fluggästen übertrumpfen.

Die Gespräche kamen bisher jedoch nur zögerlich voran und standen zuletzt laut Medienberichten auf der Kippe. Die "Financial Times Deutschland" hatte Anfang des Monats geschrieben, sie stockten unter anderem wegen der hohen Kerosinpreise, die eine Bewertung der Airlines erschwerten. Die Lufthansa verlange auch Stellenabbau bei TUIfly und die Schließung der Flugzeugwartung in Hannover. TUI sei dazu aber nicht bereit.

cjp/Reuters/dpa