Fusionschaos Hewlett-Packard-Aktionäre reichen Klage ein
Washington - Ein Verfahren sei bei einem Gericht im kalifornischen Santa Clara eingeleitet worden, berichtete die Online-Ausgabe des "Wall Street Journal" am Mittwoch unter Berufung auf die Anwaltskanzlei Milberg Weiss Bershad Hynes and Lerach LLP, die die klagenden Aktionäre von Hewlett-Packard (HP) vertritt.
Konkret richte sich der Vorstoß gegen die Mitglieder des Verwaltungsrats von Hewlett-Packard. Ihnen werde vorgeworfen, wichtige Informationen zu der Fusion zurückgehalten zu haben. Ziel des Vorstoßes ist dem Zeitungsbericht zufolge eine Sammelklage, der sich weitere HP-Aktionäre anschließen können.
Welche Aktionäre hinter der Klage stehen, wollte die Anwaltskanzlei bisher nicht sagen. Von der Klage ausgenommen ist allerdings den Angaben zufolge das Verwaltungsratsmitglied Walter Hewlett. Der Sohn eines der beiden Firmengründer hatte sich als einziges Mitglied des Gremiums gegen die Fusion ausgesprochen.
Der Zusammenschluss beider Firmen stößt bei den Anteilseignern auf zunehmenden Widerstand. Neben den Hewletts ist auch die Familie Packard gegen den Zusammenschluss, der ihrer Meinung nach mehr Probleme als Nutzen bringt.
Mit der Anfang September angekündigten Fusion würde nach dem Branchenprimus IBM der zweitgrößte Computerkonzern der Welt mit etwa 137.000 Beschäftigten entstehen. Neben den Aktionären müssten auch die Kartellbehörden der Fusion zustimmen.