Fusionsfieber: Telekom tanzt auf allen Hochzeiten - DER SPIEGEL
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Fusionsfieber Telekom tanzt auf allen Hochzeiten

Nach der größten Firmenfusion Asiens ist die gesamte Telekommunikationsbranche Europas in Hektik geraten. Jeder spricht mit jedem über Fusionen, Kooperationen und Übernahmen. Im Mittelpunkt der Marktspekulationen steht die Deutsche Telekom.
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London/Bonn - In den vergangenen Wochen habe die Telekom Gespräche mit der spanischen Gesellschaft Telefónica über ein mögliches Zusammengehen geführt, berichten US-Zeitungen unter Berufung auf Insider. Eine Einigung vor den Parlamentswahlen am 12. März in Spanien sei allerdings unwahrscheinlich. Vor Monaten habe bereits Telecom Italia mit Telefónica verhandelt. Parallel zu den Gesprächen mit den Spaniern führe die Deutsche Telekom Verhandlungen mit dem US-Milliardär Philip Anschutz, dem 39 Prozent der Anteile an dem US-Unternehmen Qwest Communications International hält, meldet das "Wall Street Journal". Auch auf Global Crossing und PSINet hätten die Deutschen ein Auge geworfen. Darüber hinaus soll die Telekom auch mit der britischen Cable & Wireless (C&W) verhandeln.

Deren Tochter Hongkong Telekom (HKT) war am Vortag vom Internet-Neuling Pacific Century Cyberworks für rund 38 Milliarden Dollar übernommen worden. Damit sei die Gefahr der Einmischung der Chinesen in die Angelegenheiten der britischen Muttergesellschaft gebannt, und C&W werde zum attraktiven Übernahmekandidaten. Auch das US-Unternehmen SBC Communications habe sein Interesse bekundet. France Télécom und Koninklijke PTT Nederland (KPN) gelten als potenzielle Käufer der britischen Mobilfunkgesellschaft Orange, die noch zu Mannesmann gehört.

Um die Übernahmepläne realisieren zu können, versuchen die Unternehmen die Kriegskassen zu füllen. Telefónica hat mit Erfolg mehrere Töchter an die Börse gebracht, British Telecom erwägt die Mobilfunktochter Cellnet zu listen. Die Deutsche Telekom ist ein Schritt weiter. Deren Internet-Tochter T-Online soll im April an die Börse gehen.