Fusionsgeplänkel Am Rhein soll eine Mega-Sparkasse entstehen
Düsseldorf - In den kommenden Monaten wollen sie kommunalen Institute ausloten, ob die Fusion Sinn mache, schreibt die "Welt". Bereits kommende Woche werde sich der Strategieausschuss des Verwaltungsrats der Sparkasse Köln mit einer Fusion der vier Kassen beschäftigen.
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse Köln, der CDU-Bundestagsabgeordnete Rolf Bietmann, hatte am Samstag in einem Gespräch mit der dpa Gespräche über eine Fusion dementiert. "Es gab Gespräche über Kooperationen zum Beispiel im technischen Bereich", sagte er.
Nur die Haspa wäre noch größer
Nach Informationen der Zeitung "Welt" soll es bei den Verhandlungen aber schon um die Frage gehen, ob die Kölner den Posten des neuen Vorstandschefs beanspruchen können. Die neue Großsparkasse, die unter dem Arbeitstitel "Sparkasse Rheinland" agieren solle, wäre nach der Hamburger Sparkasse mit einer Bilanzsumme von mehr als 38 Milliarden Euro die Nummer zwei in Deutschland.
Auslöser für die Fusionsgespräche sind laut Bericht die im vergangenen Jahr realisierte Verschmelzung der Kreissparkasse Köln und der Sparkasse Rhein-Sieg zur Nummer drei der Branche - und der steigende Kostendruck. Hinzu kommen die immer lauter werdenden Forderungen nach einer Privatisierung der Sparkassen. "Deshalb müssen wir eine Lösung für die vier Stadtsparkassen finden, und die heißt: Größe", heißt es laut dpa aus dem Umfeld des Kölner Rathauses.
Ob die Großfusion wirklich Realität wird, ist noch offen. Zwar steht die Politik laut dpa-Bericht geschlossen hinter den Plänen und gilt als Antriebsmotor einer Verschmelzung zu einer neuen Aktiengesellschaft. Allerdings sähen die betroffenen Sparkassen-Vorstände die Fusion teilweise mit Skepsis.