Fusionsgerüchte: Deutsche Bank nähert sich Merill Lynch - DER SPIEGEL
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Fusionsgerüchte Deutsche Bank nähert sich Merill Lynch

Die Deutsche Bank prüft angeblich einen weiteren Vorstoß in den USA. Diesmal ist offenbar die Investmentbank Merril Lynch im Visier.
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Hamburg - "Zu Marktgerüchten nehmen wir grundsätzlich keine Stellung", hieß es lapidar in der Frankfurter Zentrale. Das "manager magazin" hatte vorab berichtet, Experten der Deutschen Bank prüften bereits alle Möglichkeiten eines Zusammenschlusses mit dem amerikanischen Investmenthaus. Durch ein Bündnis der beiden Unternehmen entstünde das weltweit führende Finanzinstitut im Kapitalmarktgeschäft.

Ein Aktientausch der beiden Unternehmen scheide vorerst aus, da die Deutsche Bank voraussichtlich erst im Herbst kommenden Jahres an der New Yorker Börse gelistet werde, berichtete das Magazin ohne Angabe von Quellen. Deshalb würden nun andere Möglichkeiten eines Zusammenschlusses ausgelotet.

Die frühzeitige Nominierung von Josef Ackermann zum Nachfolger des Vorstandssprechers der Deutschen Bank, Rolf Breuer, sei vor allem auf Betreiben von Aufsichtsratschef Hilmar Kopper und Ackermann selbst geschehen, schreibt das Magazin weiter. Kopper habe gegenüber den Vorständen damit argumentiert, dass eine frühzeitige Wahl Ackermanns als wichtiges Signal für die Ausrichtung der Deutschen Bank als globale Investmentbank verstanden werde.

Anfang August hatte der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer, erklärt, sein Institut sei nicht an einem Zukauf in den USA interessiert. Nach dem Erwerb der US-Investmentbank Bankers Trust setze man in den USA auf organisches Wachstum aus eigener Kraft. Damals war spekuliert worden, Deutsche Bank wolle JP Morgan übernehmen.