Fusionsopfer EMI und Time Warner wollen Plattenlabels aufgeben
Brüssel - Die beiden Unternehmen haben laut "Wall Street Journal" angeboten, Plattenlabel in Frankreich, Dänemark, Griechenland und Spanien zu verkaufen. Außerdem würden sie sich aus Joint Ventures im Musikvertrieb zurückziehen oder Lizenzen für Liederkataloge abgeben, um ihren Marktanteil in diesem Bereich zu verringern. Die EU-Kommission hatte Opfer gefordert, andernfalls würde sie die Fusion zum weltgrößten Musikkonzern nicht absegnen.
Bis Dienstagnacht mussten Time Warner und EMI die Vorschläge eingereicht haben. Die Kommission wird am 18. Oktober entscheiden. Bis dahin haben Wettbewerber der Branche die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. Eine Genehmigung der Hochzeit würde auch den Weg für die angestrebte Fusion zwischen Time Warner und dem weltgrößten Internetprovider America Online ebnen, über die die EU-Kommission bis zum 24. Oktober entscheiden will.