Fusionspläne Auf dem Biermarkt entsteht ein neuer Gigant
New York - Anheuser-Busch bestätigte den nicht mit InBev abgesprochenen Vorstoß und kündigte an, den Vorschlag umgehend zu prüfen. InBev hat mit Marken wie "Beck's" oder "Stella Artois" eine starke Position in Europa und in Schwellenländern. Anheuser-Busch ist mit "Budweiser" Marktführer in den USA mit einem Anteil von 48,5 Prozent.
Der amerikanische Bierhersteller setzte im vergangenen Jahr rund 17 Milliarden Dollar um. Zusammen hätten die beiden Bierbrauer nach Zahlen des vergangenen Jahres einen Umsatz von 36,4 Milliarden Dollar und eine Produktion von 460 Millionen Hektoliter, wie InBev vorrechnete. Die Belgier sind derzeit nach Ausstoß die Nummer zwei in der Welt nach dem britischen Braukonzern SABMiller. Anheuser-Busch liegt auf Rang drei.
InBev bietet 65 Dollar je Aktie von Anheuser-Busch. Das entspreche einem Aufschlag von 35 Prozent auf den Durchschnittspreis der jüngsten Marktspekulationen, warb InBev. Am Mittwoch legte die Aktie von Anheuser-Busch in einem schwachen Markt um 2,10 Prozent auf 58,35 Dollar zu.
InBev versprach, im Falle einer Übernahme keine US-Braubetriebe zu schließen. Man rechne nicht mit Wettbewerbsproblemen, da sich das Geschäft der Unternehmen geografisch nur wenig überschneide. Die Belgier wollen für den Zukauf mindestens 40 Milliarden Dollar an Krediten aufnehmen und auch Firmenteile verkaufen.
InBev entstand 2004 aus der Fusion von Interbrew und AmBev. Der Konzern wies im vergangenen Jahr einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro aus.
kaz/dpa-AFX/dpa