Fusionsplan: Deutsche und Dresdner Bank wollen verschmelzen - DER SPIEGEL
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Fusionsplan Deutsche und Dresdner Bank wollen verschmelzen

Die Börse hat mit einem Kursfeuerwerk auf die geplante Fusion der Deutschen Bank und der Dresdner Bank reagiert. Bereits am Mittwoch sollen beide Aufsichtsräte tagen, bevor am Donnerstag weitere Einzelheiten der Elefantenhochzeit bekannt gegeben werden.
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Frankfurt am Main - Beide Institute bestätigten am Dienstag jedoch vorerst nur Verhandlungen über eine enge Zusammenarbeit. "Diese Gespräche befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Das "Manager Magazin" berichtet in seiner neuesten Ausgabe, dass ein Vorvertrag über eine Fusion schon unterschrieben sei. Demnach werden die einstigen Rivalen zu einer neuen Gesellschaft mit dem Namen Deutsche Bank zusammengeführt. Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer und sein Kollege Bernhard Walter von der Dresdner Bank bildeten für eine Übergangszeit eine Doppelspitze. Von der Dresdner Bank blieben lediglich das sechseckige Logo und die Farbe Grün im Firmenzeichen übrig. Dennoch handele es sich um eine partnerschaftliche "Fusion unter Gleichen".

Die Börse quittierte die Nachricht mit kräftigen Kurssprüngen für die Aktien. Die Deutschen Bank legte bis zum frühen Nachmittag um sieben Prozent auf 93 Euro zu. Die Aktien der Dresdner Bank schnellten sogar um mehr als 20 Prozent auf 57,20 Euro in die Höhe.

Eine entscheidende Rolle bei der bevorstehenden Großfusion spielt der Versicherungsriese Allianz. Der Branchenprimus ist mit 21,7 Prozent Großaktionär der Dresdner Bank und hält auch fünf Prozent an der Deutschen Bank. Am Allianz-Sitz in München gilt eine Fusion der beiden Institute bereits als ausgemachte Sache. Bei der EU-Kommission in Brüssel lag noch keine Anmeldung vor.

Die Deutsche Bank könnte durch den Zusammenschluss mit dem deutschen Branchendritten ihre führende Weltmarktposition kräftig ausbauen. Der neue Finanzkonzern wäre die größte Bank der Welt mit einer Bilanzsumme von rund 2,5 Billionen Mark, mehr als 140.000 Beschäftigten und 3.800 Filialen.

Bereits im Herbst 1999 hatten die beiden Kreditinstitute über eine Zusammenlegung ihres Filialgeschäftes verhandelt. Diese Gespräche waren jedoch ohne Ergebnis abgebrochen worden. Deshalb wurde am Frankfurter Bankenplatz eine Fusion der Dresdner Bank mit der Münchener HypoVereinsbank für wahrscheinlich gehalten. Diese Variante stand aber zuletzt auch nicht mehr zur Diskussion.