Fussball-Aktie Eigentor für Borussia Dortmund
Frankfurt am Main - Am ersten Handelstag fiel die BVB-Aktie unter den Ausgabepreis von elf Euro zunächst auf 10,20 Euro, im Verlauf rutschte sie sogar auf 9,94 Euro. Bereits im Vorfeld hatten Experten ein ähnliches Szenario vorausgesagt. Fußball-Aktien gelten in Börsenkreisen als hoch spekulativ und somit riskant.
Insgesamt wurden bislang 13,5 Millionen Aktien ausgegeben, von denen 71,7 Prozent an europäische Großinvestoren gingen. Weitere 25 Prozent wurden an Privatanlegern in Deutschland ausgegeben, so ein Sprecher des Konsortialführers Deutsche Bank. Drei Prozent seien nun in Besitz der Mitglieder von Borussia Dortmund, weitere 0,3 Prozent der Aktien bekamen Teilnehmer des Borussia-Programms für "Freunde und Familie" des Bundesligisten. Durch den Börsengang erhoffen sich die Dortmunder, dass rund 340 Millionen Mark in die Vereinskasse fließen.
Der Ausgabepreis von elf Euro hatte bereits am unteren Ende der Bookbuildingspanne gelegen. Analysten und Bankexperten hatten wiederholt auf Risiken hingewiesen. Ungünstig wirkten sich auch die Misserfolge des BVB in der derzeitigen Bundesliga-Saison aus: Die Dortmunder haben ihre letzten beiden Spiele verloren.